Ercole


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Ercole 3

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Als Kind musste ich mich auch manchmal mit gebrauchten Spielsachen zufrieden geben und hatte trotzdem meine Freude daran.
Dies ist bis heute so geblieben !
Da in Deutschland im Moment recht wenig im Angebot ist, hatte ich mich dazu entschlossen , eines der begehrten Dreiräder in Italien holen.
Ich möchte hier kurz den Vorgang beschreiben,falls sich jemand anders ebenfalls Gedanken macht, einen Ercole aus Bella Italia zu importieren.

Das Objekt der Begierde hatte ich im Internet gefunden. Ich hatte bei sehr vielen Ercole´s per Mail angefragt,aber meist keine Antwort erhalten. Offensichtlich ist es sehr schwierig mit den Italienischen Verkäufern in Kontakt zu treten. Meine italienischen Sprachkentnisse ermöglichen kein großes Verkaufsgespräch,daher hat mir eine Kollegin beim Kontakt geholfen. Englisch wird in Italien nur selten, bzw. ungern gesprochen.
So wurde für Samstags ein Termin mit dem Anbieter ausgemacht. Wir hatten vor, Samstags noch zu verladen, dann nach einer Übernachtung, am Sonntag wieder zurück zu fahren.
Der Italienische Ort in der Nähe von Varese war nach reibungsloser Anfahrt schnell gefunden. Die genaue Adresse zu finden, extrem schwierig.
Letztendlich war es ein Steinbruch,der mit schweren Eisentoren verschlossen war. Niemand war zu sehen ! Anfragen an den nächstliegenden Häusern, erbrachten leider keine Hilfe zum Besitzer des Steinbruchs.
Vom Hunger getrieben, suchten meine Frau und ich die nächstliegende Osteria auf, um zu Mittag zu essen. Die Wirtin kannte den Verkäufer zufällig und half uns, ihn telefonisch zu erreichen. Eine Stunde später war der Ercole-Verkäufer vor Ort. Er hatte 2 der Dreiräder im Angebot. Eines im erbärmlichen Zustand, das andere hatte auf den Fotos ganz brauchbar ausgesehen.
Nach zähen Preisverhandlungen hatten wir uns endlich geeinigt. Inzwischen wurde der zuerst unfreundliche und wortkarge Verkäufer zunehmend offener. Bevor wir aufladen konnten,mussten wir zuerst noch seinen 5km entfernt liegenden privaten Fuhrpark besichtigen. Der Mann kannte sich aus mit Oldtimern und war keiner, der ein altes Dreirad einfach nur loswerden wollte.
Um 16 Uhr war der Ercole dann endlich auf den Auto-Trailer verladen.
Schon bei der Anreise, hatten wir uns an der Schweizer Grenze nach den notwendigen Formalitäten erkundigt. Dort wurde uns mitgeteilt, daß es am besten wäre, noch am selben Tag zurück zu fahren, da die Zollbüros Sonntags zu haben und wir ggf. bis Montag warten müssten. Der Zoll bzw. Transitkosten, hängt vom Wert des zu transportierenden Fahrzeugs ab.
Mit einem Kaufvertrag in Deutsch/Italienisch in der Tasche,wollten wir also schnellstmöglich wieder in die Schweiz,um bei evtl. Schwierigkeiten am Zoll, noch eineige Stunden Zeit zur Verfügung zu haben.
Der Verkäufer wollte uns den Weg zu einem "Geheimtipp"-Grenzübergang zeigen und geleitete uns mit seinem PKW bis in die Schweiz.
Wirklich war dies ein Grenzposten, der seinen Job offensichtlich nicht zu ernst nahm. Ohne anzuhalten brachten wir die Einreise in die Schweiz so hinter uns.
Da wir uns noch topfit fühlten und Wetter und Verkehr beste Bedingungen aufwiesen, beschlossen wir, komplett nach Hause zu fahren.
Am Grenzübergang Schaffhausen,waren beim Verlassen der Schweiz nach Deutschland, keine Schwierigkeiten zu erwarten.
Der deutsch Grenzposten liess uns nach kurzer Nachfrage über das Fahrzeug, mit einem kurzen Kopfnicken wieder nach Deutschland passieren.
Auch die restlichen 2,5 Stunden auf deutschen Strassen wurden müde,aber problemlos hinter uns gelassen, so daß wir um 0.30 Uhr daheim aufschlugen.

Fazit: Das erste Selbstimport war ein Erlebnis für sich. Allerdings sollte das Fahrzeug schon einiges billiger sein, als vergleichbare in Deutschland angebotene Ercoles. Angesichts der Sprachprobleme,kann es schnell zu Missverständnissen beim Kauf, oder am Zoll kommen.
Nicht zu vernachlässigen bei den heutigen Spritpreisen, sind auch die Reisekosten für Fahrzeuge und Fahrer inklusive Verpflegung und evtl. Übernachtung.
Je nach dem wo das Fahrzeug steht,wäre eine Fahrt über Österreich zu empfehlen, so ist der Trouble an der Schweizer Grenze ausgeschlossen.
Ich selbst würde nächstes Mal jedenfalls darauf achten, mich mit dem Verkäufer richtig unterhalten zu können. Entweder ich finde einen der englisch spricht,oder ich muß jemand mitnehmen der italienisch spricht.
Das Risiko ist sonst zu groß, daß man die vieln Kilometer umsonst fährt.

Jetzt ist alles gut und neue Arbeit wartet auf mich !


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